BPD / BPD + DS

Diese OP-Methode kommt meistens nur bei einem BMI von mehr als 50 oder höher zum tragen. Bei Patienten mit einem solch hochen BMI wird es zunehmend schwieriger, nur mit Einschränkung der Nahrungsmenge den gewünschten Erfolg zu erzielen. Der BPD / BPD+DS erzielt im Vergleichmit allen anderen Operationsverfahren in den ersten Jahren den größten Gewichtsverlust. (ca. 85%).
Beim BPD/BPD+DS ist die der Teilbereich der Mangelverdauung noch wesentlich stärker ausgeprägt.   
Prinzip des BPD 
Die sogenannte biliopankreatische Teilung (englisch: biliopancretic diversion = BPD) wurde Ende der 70er-Jahre von Nicolau Scopinaro in Genua (Italien) entwickelt. Sie hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Roux-Y-Magen-Bypass. Das Prinzip besteht aus einer Magenverkleinerung durch Schlauchmagenbildung und einer Mangelverdauung. Dabei wird entweder die große Krümmung entfernt und ein Magenschlauch gebildet oder ähnlich dem Magenbypass der Magen quer abgetrennt.  Ander als beim RNY wird der Restmagen komplett entfernt. Die erste Hälfte des Dünndarms wird von der Passage der Verdauungssäfte ausgeschaltet. Der gemeinsame Kanal von Verdauungssäften und Nahrung ist 50 bis 100 cm lang. Dadurch wird die aufgenommene Nahrung erst verspätet mit dem biliopankreatischen Sekret in Verbindung gebracht.
Damit  wird die Verdauung und Aufnahme von Fett und Kohlenhydrate stark verringert. Das verringerte Fassungsvermögen des Magens ist, wie beim RNY, ist für den anfänglichen Gewichtsverlust verantwortlich. Das Verfahren liefert die besten Ergebnisse in der Gewichtsreduktion liefert und ermöglicht eine sehr hohe Lebensqualität. Allerdings ist im Gegensatz zum RNY-Magenbypass beim BPD/BPD+DS auf Grund der noch extremenen Mangelverdauung eine weitaus höhere zusätzliche Nahrungsergänzung durch Vitamine, Mineralien und Säuren nötig.
Gefahren und Komplikationen 
Bei einem Bauchschnitt waren die Komplikationen durch Lungenembolien, Auseinanderweichen von Wundflächen und Wundinfektionen relativ hoch. Mit der minimal-invasiven Technik verringert sich diese Komplikationen wesentlich. 
Da der Magenpförtner erhalten bleibt, werden die Gefahren eines späteren Dumpings umgangen.
Spätfolgen dieser OP-Methode können Eisenmangel mit Blutarmut, Geschwüre an den Neuverbindungen, Nachtblindheit, Haarverlust und Osteoporose sein.